Heise 10.06.2026
13:30 Uhr

heise+ | Testautomatisierung: Warum viele Projekte scheitern und wie es besser geht


Testautomatisierung scheitert selten am Tool, sondern oft an fehlendem Kontext. Erfahren Sie, welche Architekturmuster und KI-Workflows in der Praxis bestehen.

heise+ | Testautomatisierung: Warum viele Projekte scheitern und wie es besser geht

Testautomatisierung gilt als Rückgrat moderner Softwareentwicklung. Jeder will sie – und doch scheitern erstaunlich viele Unternehmen an der Umsetzung. Nach über sieben Jahren in der Testautomatisierung und im Testmanagement – in Kundenprojekten von der Energiewirtschaft über die öffentliche Verwaltung bis hin zu SAP-Rollouts – hat sich ein Muster herauskristallisiert: Erfolg in der Testautomatisierung hängt weniger am gewählten Framework oder an der Anzahl automatisierter Testfälle.

Er hängt an Einbettung in den Entwicklungsprozess, an passender Architektur und an Wartbarkeit. Fehlt einer dieser Faktoren, kippt die Suite – egal wie modern das Tooling ist. Die folgenden drei Projektbeispiele zeigen, was das in der Praxis bedeutet.

Testautomatisierung scheitert selten am Tool, aber oft an fehlendem fachlichen Kontext und schlechter Wartbarkeit. Das wird besonders teuer, wenn Automatisierung ausgelagert, Architektur unpassend gewählt oder KI unkritisch eingesetzt wird. Dieser Beitrag zeigt aus Projekterfahrung, welche Muster in der Praxis funktionieren und welche zuverlässig scheitern.

In einem Großprojekt wurde die Testautomatisierung komplett nach Südostasien ausgelagert. Die Idee: Ein Test Automation Manager koordiniert in Deutschland, ein Offshore-Team automatisiert. Die Scrum-Teams meldeten relevante User-Storys, der Automation Manager leitete sie weiter.